ashAcht Jahre nach dem letzten Album langt das nordirische Powerpop-Trio wieder hin – und wie!

Stutzig lauschte die weltweite Fangemeinde von Ash im Juni 2007 der Nachricht, dass ihre Favoriten von nun an nur noch Singles zu veröffentlichen gedachten. Die Begründung lieferte Sänger und Gitarrist Tim Wheeler gleich hinterher: „Die Hörgewohnheiten haben sich geändert, mit dem Auf-kommen der Downloads liegt die Betonung jetzt auf einzelnen Songs.“ Wie angekündigt erschienen im Rahmen der Reihe A-Z SERIES bis 2010 sage und schreibe 26 Singles. Mit KABLAMMO! melden sich Wheeler, Bassist Mark Hamilton und Schlagzeuger Rick McMurray acht Jahre nach ihrem Tonträger-Offenbarungseid zurück – ironischerweise mit einem Album. Wie sagte der einstige Bundeskanzler Konrad Adenauer schon treffend: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ KABLAMMO! lässt sich mit einem satten Schub an Adjektiven umschreiben, die da lauten: dynamisch, kraftvoll, energisch, frisch, jung, feurig, präsent sowie begnadet genial. ›Cocoon‹, Opener wie erste Singleauskopplung, feuert ebenso aus sämtlichen Rohren, als stünde die Bewahrung des Brit-Pops vor bösen außerirdischen In- vasoren auf dem Spiel, wie ›Let’s Ride‹, ›Machinery‹, ›Hedonism‹ oder ›Shutdown‹ – frei nach der Devise eines weiteren Muntermachers ›Go! Fight! Win!‹. Ash 2015 zeugen von wiedergewonnenem Elan und Esprit. Dass dabei auch noch wunderbar Balladeskes wie ›Moondust‹, ›For Eternity‹ und ›Bring Back The Summer‹, eine treffliche Instrumental-Hommage im Stile der Shadows an den 2007 verstorbenen Motorrad-Hasardeur ›Evel Knievel‹ oder ein perfekter Ohrwurm wie ›Free‹ abfällt, lässt für die Zukunft hoffen.