black-city-fire-5664Ein Jahr nach der dänischen Heimat der Band kommt nun auch Deutschland in den Genuss des zweiten Black-City-Albums FIRE. Probleme, die Scheibe so viele Monate später noch mit dem nötigen Enthusiasmus zu promoten, haben unsere beiden Gesprächspartner, Sänger/Gitarrist Bjørn Poulsen und Lead-Gitarrist Kristian Klærke, keineswegs. „Dadurch, dass wir die Songs nun schon ein Jahr lang live spielen, kennen wir sie doch viel besser“, lacht Kristian. Im Vergleich zum selbstbetitelten Debüt aus dem Jahr 2010 sollte der aktuelle Longplayer persönlicher und organischer werden, weshalb sich Black City viel Zeit für das Songwriting ließen. Am Ende standen sie mit doppelt so vielen Stücken wie benötigt da und mussten erst einmal aussieben. Doch was hat sich konkret seitdem verändert? „Jede Band versucht doch, ihren eigenen Sound zu finden. Das ist bei uns nicht anders. Mit diesem Album sind wir wieder einen Schritt weiter“, entgegnet der Gitarrist lakonisch. Aufgenommen haben sie den Großteil der Tracks zusammen live im Studio, laut Kristian eine „großartige Erfahrung“. An den Reglern saß Nick Foss (D-A-D u.a.). „Er ist sehr streng und weiß genau, was er will“, so Bjørn. „Wir mussten unseren Stolz manchmal ganz schön überwinden, aber so-lange am Ende der Sound stimmt, hat er alles richtig gemacht.“
Nach ihrem Debüt verbrachten Black City viel Zeit mit Tourneen durch Dänemark, Finnland und Schweden. Das Highlight waren Opening-Shows für AC/DC und Ozzy Osbourne. „Es war fantastisch, aber auch irgendwie irreal“, so Bjørn, der zugibt, dass speziell die AC/DC-Show für ihn sehr hart war und dass er sich bis eine Stunde nach dem Auftritt schlecht gefühlt habe. „Ich hatte das Gefühl, im Weg zu stehen. Aber im Rückblick war es dennoch eine tolle Erfahrung“, sagt er. Persönlich getroffen haben sie die Stars aber nicht. „Nein, sie kamen erst kurz vor ihrer Show mit der Limousine. Da wollten wir nicht stören“, gibt sich Kristian be-scheiden. Das dürfte bei den kommenden Deutschland-Gigs mit Mono Inc. sicher ein wenig anders laufen. Kristian und Bjørn freuen sich jedenfalls schon sehr auf diese Tour und lassen sich die Laune auch davon nicht verderben, dass viel Gothic-Publikum zu erwarten ist. Bjørn betont: „Ich finde, beide Bands passen sehr gut zusammen, denn am Ende ist doch alles einfach Rock’n’Roll!“ Wo er Recht hat … In diesem Sinne: Feuer frei!