Black Star RidersEin bisschen Thin Lizzy, noch mehr Black Star Riders.

Sie haben es tatsächlich geschafft! Mit ihrem zweiten Album legen die Black Star Riders noch eine Schippe drauf und lassen ihr fulminantes Debüt ALL HELL BREAKS LOOSE von 2013 ein gutes Stück hinter sich. Dabei sind die Zutaten unverändert geblieben. Auch in THE KILLER INSTINCT steckt der Geist von Thin Lizzy – aus deren letzter Live-Besetzung die BSR hervorgegangen sind –, aber mehr noch die unbändige Leidenschaft für handgemachten Rock’n’Roll. Neu dagegen ist, dass die nordirische Band um Ricky Warwick und Scott Gorham dieses Mal mehr Facetten offenbart. Gab es auf dem Debüt praktisch keine Atempausen, überrascht nun ›Blindsided‹ mit Akustikgitarren und epischen Power-Balladen-Dimensionen. Es ist nicht zuletzt Produzent Nick Raskulinecz (Foo Fighters, Rush, Alice In Chains) zu verdanken, dass die Platte hörbar dynamischer und organischer klingt als der herrlich ungehobelte, aber bei aller Qualität etwas eindimensionale Erstling. So lassen die BSR mit dem Titelstück die vielleicht offensichtlichste Thin-Lizzy-Hommage gleich zu Beginn des Albums hinter sich und feilen danach mit betont eingängigen Nummern wie ›Finest Hour‹ und tiefgründigen Tracks wie ›Soldiertown‹ höchst erfolgreich an einer eigenen Classic-Rock-Identität. Mitreißend!