BlondieEine fade Geburtstagsparty.

Das 40. Dienstjubiläum. Was für eine wunderbare Chance, ja was für eine Verpflichtung, mit einem starken Album aufzuwarten, die eher schwachen letzten Veröffentlichungen auszubügeln und ein neues, junges Publikum für die kommende Tour zu generieren. Doch was machen Debbie, Chris und Clem? Sie setzen den Karren so richtig in den Sand. Denn für ein Dance-orientiertes Pop-Album hätte man nur einen Altmeister wie Giorgio Moroder verpflichten müssen, statt es selbst am PC zu erledigen und mit einer völlig antiquierten, nervigen Mischung aus Synthie-Pop und Techno aufzuwarten. Auch die Reggae- und Dub-Ausflüge sind allenfalls Lückenfüller, das Cover von Frankie Goes To Hollywoods ›Relax‹ geht gar nicht, und nur mit dem New-Wave-Rock von ›Winter‹ bzw. dem Beth-Ditto-Duett ›A Rose By Any Name‹ lässt sich kein Blumentopf gewinnen.