Brother_Firetribe_CD_Diamond_in_the_Firepit-7221534_malliIt’s a Final AOR-Countdown…

Nightwish-Gitarrero Emppu Vuorinen will sein Steckenpferd Brother Finetribe etablieren und veröffentlicht mit diesem Album den bereits dritten Longplayer seines Nebenprojekts. Die ganze Platte atmet den Geist der 80er Jahre und trifft mit voller Melodic-Rock-Wucht mitten ins Herz. Wo die Kollegen von House Of Lords vor allem mit unfreiwilliger Komik strotzen (ihr Sänger James Christian sieht mit einer schlecht sitzenden Langhaar-Perücke so lächerlich aus, als wollte Diether Krebs in „Sketchup“ einen alternden Rockstar karikieren), beschränken sich die Finnen auf die Hauptsache: Musik. Die elf Songs überzeugen mit funkelnden Mitsing-Refrains, Stadion-rock-Harmonien und Geschichten von Frauen, die wahrscheinlich so aussehen wie gelockte Frisör-Meisterinnen mit IHK-Abschluss aus dem Herzen von Recklinghausen. ›Tired Of Dreaming‹ ist bombastischer Van-Halen-Kitsch, ›Close To The Bone‹ ein Midtempo-Shaker der Marke Bon Jovi und das simple (aber effektive) Rockriff von ›Edge Of Forever‹ könnte auch von Foreigner sein. An anderen Stellen werden Journey und Survivor zitiert, das ist hier die ganz große Schule des Adult Orientated Rock. Brother Finetribe sind dann am besten, wenn sie die großen Gefühle inszenieren, aber ohne übertriebenen Tand und zu viel Glitzer auskommen.