buddyAllmählich wird klar, was Michael Bully Herbig fehlt: Jemand der ihm sagt: „Alter, keine gute Idee.“ Nicht nur wäre dem versehentlich an alte Klamaukerfolge glaubenden Pub-likum so manche cineastische Grenzerfahrung zwischen tödlicher Langeweile und deutschem Zwangshumor erspart geblieben, auch Herr Herbig hätte sein Talent vielleicht besser verwenden können. Denn worauf Herbig, hier als Regisseur, Autor und Haupt-darsteller, mit seiner erstaunlich witzbefreiten Dramödie um Schutzengel Buddy (Herbig) und dessen Mündel Eddie (Alexander Fehling) abzielt, scheint offensichtlich: Heiter be-schwingt, aber dennoch mit ernstem Kern, humorvoll aber dennoch seriös in seiner Cha-rakterzeichnung. Alles gewiss ehrenwerte Vor-sätze, die sich im Angesicht tonaler Schwank-ungen und träger, lauwarmer Witzchen aber alsbald verflüchtigen. Was bleibt, ist die traurige Erkenntnis, dass jener Mann, den man noch vor einigen Jahren als deutsche Filmhoffnung feierte, seinen Zenit vielleicht doch bereits überschritten hat.