DickeyBettsGreatSouthernLord, I Was Born A Ramblin’ Man – Southern Rock in Bestform.

Wie ein dunkler und übermächtiger Schatten liegt der 1971 allzu früh verstorbene Gitarrenvirtuose Duane Allman auch noch nach rund 40 Jahren über Dickey Betts’ Talent. Als gleichwertiger Spar-ringpartner Duanes bei den Allman Brothers schrieb Gitarrist und Sänger Betts immerhin die noch heute populären Classic-Rock-Hymnen ›In Memory Of Elizabeth Reed‹, ›Ramblin’ Man‹ und ›Jessica‹. Es war Betts’ Idee, die melodischen Sologitarren in langen Instrumentalpassagen exakt mehrstimmig zu doppeln, aber auch kantige Riffs gegen Allmans elegantes Slide-Spiel zu setzen. Dickey Betts’ 1976 aus der Taufe gehobene Nachfolge-Formation Great Southern schneidet denn auch keinen Deut schlechter ab.

Für die Doppel-CD 30 YEARS OF SOUTHERN ROCK (1978 – 2008) koppeln sich zwei Konzertmitschnitte im Abstand von exakt 30 Jahren: Als wahre Sternstunden des Southern Rock erweisen sich die sieben Tracks der Rockpalast-Nacht vom 4. März 1978. Doch auch das Bonner Konzert mit weiteren neun Live-Impressionen aus dem Jahre 2008 hält den hohen Standard.

Allman-Brothers-Klassiker versus Great-Southern-Originale – eine Schlacht, die stets unentschieden ausgeht.