electric light orchestra

Wie ein Rock-Orchester die Welt eroberte.

1979 veröffentlichte Singer/Songwriter Randy Newman einen Track mit dem Titel ›The Story Of A Rock And Roll Band‹, auf dem er Jeff Lynnes Kapelle nicht nur namentlich („…I love that ELO…“) erwähnte, sondern auch Songs wie ›Mr. Blue Sky‹, ›Turn To Sto-ne‹ und ›Telephone Line‹ zitierte. Viele dachten, der Oberzyniker erlaube sich einen seiner sarkastischen Scherze. Doch weit gefehlt! Mr. Newman war es absolut ernst. Ein Umstand, der Jahre später noch weiter da-durch zementiert wurde, dass Newman Lynne als Produzenten eines Albums engagierte.

Anfänglich deutete nichts da-rauf hin, dass ELO, ursprünglich nur gedacht als Nebenprojekt der britischen Popband The Move, allzu lange existieren würde. Lynnes Kooperation mit Move-Oberexzentriker Roy Wood en-dete, als letzterer seine Expe-rimentierwut nach Debüt-LP und genialer Single ›10538 Overture‹ in den Dienst seiner neuen Band Wizzard stellte. Am Steuer des Septetts ELO stand von nun an Lynne.

In England etablierten sich die Pop-Symphoniker schnell: Sowohl das Philly Soul-inspirierte ›Showdown‹ als auch der mit Marc Bolan eingespielte Rockkracher ›Ma Ma Belle‹ zündeten. Nach dem US-Zufallstreffer ›Can’t Get It Out Of My Head‹ folgte der weltweite Durchbruch.

Mindestens Goldstatus entwickelten Hit-Alben wie FACE THE MUSIC, A NEW WORLD RECORD, OUT OF THE BLUE und DISCOVERY. Überschritten war der Zenit nach dem 86er-Werk BALANCE OF POWER. Es folgte die Auflösung, 1991 ohne Lynne aber auch die Reformierung ELO Part II. Für die 3-CD- Box FLASHBACKS wählte Jeff Lynne 53 Tracks aus: Zu Hits wie ›Roll Over Beethoven‹, ›Evil Woman‹, ›Livin’ Thing‹, ›Turn To Stone‹, ›Last Train To London‹, ›Don’t Bring Me Down‹ gesellen sich Alben-Favoriten, Alterna-tive Takes und unveröffentlichtes Material.