crossroadsErics Gitarren-Sause mit prominenter Besetzung.

Seit Eric Clapton 2004 zum ersten Mal die Creme der bluesenden und rockenden Gitarristenzunft für ein Benefizfestival zugunsten seiner Drogenklinik „Crossroads Center“ auf Antigua zusammenrief, hat sich die Marke „Crossroads“ nicht nur als Live-Ereignis, sondern auch als DVD-Thema bestens etabliert (der Mitschnitt des ersten Festivals ist inzwischen die meistverkaufte Konzert-DVD weltweit). Wer in dem Line-up der dritten Ausgabe arg viele Wiederholungsgäste (von Robert Cray über Buddy Guy bis ZZ Top) ausmacht, sieht sich in den folgenden viereinhalb Stunden aufs Angenehmste überrascht, denn genau das entpuppt sich als Stärke: Man kennt sich inzwischen und wirft sich quer durch drei Generationen in teilweise aufregenden Jam-Sessions die Licks zu – ob Country-Star Vince Gill mit Elvis-Gitarrst James Burton, Jazzer Earl Klugh und Albert Lee, ob Buddy Guy mit Jonny Lang und Ron Wood oder ob der Gastgeber mit Sonny Landreth, Jeff Beck und Steve Winwod spielt. Dabei machen inzwischen gerade die Jüngsten (Lang, John Mayer, Doyle Bram-hall, Derek Trucks) richtig Eindruck, während es bei den Ältesten (Hubert Sumlin, B.B. King) mitunter schon die Gebrechlichkeit ist, die die großen Emotionen auslöst. Alles in allem aber: ein Triumph der bodenständigen Spielfreude.