FirewindEs ist eine Mischung aus Glück und Können, die Gus G. momentan zu jeder Menge Aufmerksamkeit verhilft. Der griechische Gitarrist ist in aller Munde, seit ihn Ozzy Osbourne im vergangenen Jahr dazu auserkoren hat, einen Platz an seiner Seite einzunehmen. Damit ist er quasi über Nacht zu einem der angesagtesten Rock-Gitarristen geworden und hat ganz nebenbei auch noch Zakk Wylde vom Thron gestoßen – wenngleich unbeabsichtigt. Zudem hat Gus G., der mit bürgerlichem Namen Kostas Karamitroudis heißt, keinerlei Auflagen von seinem neuen Arbeitgeber bekommen, was seine weiteren Riff-Aktivitäten angeht. Heißt im Klartext: Wenn er seinen Job bei Ozzy ordentlich macht, kann er in seiner Freizeit tun und rocken, so lange und so viel er will. Und das tut Gus G. auch. Gerade hat er mit seiner Band Firewind ein neues Album fertig gestellt, es heißt DAYS OF DEFIANCE und wird am 22.

Oktober erscheinen. Darauf präsentiert die Band sich von ihrer abwechslungsreichsten Seite: Obwohl traditioneller Metal die Basis der Songs bildet, würden sich Karamitroudis und seine Kollegen Apollo Papathanasio (Gesang, auch bei den Spiritual Beggars aktiv), Petros Christodoylidis (Bass), Michael Ehré (Drums) und Babis Katsionis (Keyboard) nie selbst limitieren, indem sie einfach nur die Heavy-Riffs der Achtziger kopieren und mit einem modernen Touch versehen. Firewind lassen auch andere Stilistiken zu, so zum Beispiel bluesige Elemente oder klassische Hard Rock-Hooklines.

Diese Offenheit, mit der die Griechen bereits auf den Vorgänger-Alben ALLEGIANCE und THE PREMONITION überzeugen konnten, zahlt sich nun aus. Da durch das Engagement bei Ozzy auch Fans jenseits der Metal-Grenzen auf die Band aufmerksam wurden, steht zudem zu erwarten, dass die Karriere von Firewind in den nächsten Monaten einen kräftigen Schub bekommen wird. Eine Entwicklung, die Gus G. sichtlich freut: „Im Moment läuft alles hervorragend“, jubelt er. „denn obwohl Firewind ihren Stil auf DAYS OF DEFIANCE nicht großartig verändert, sondern lediglich verfeinert haben, bekomme ich viel mehr positives Feedback als bei den letzten Alben. Das hat sicher damit zu tun, dass sich jetzt mehr Menschen für die Band interessieren – und das haben wir nur Ozzy zu verdanken.“

Abgesehen vom Popularitätsschub gibt es auch Verbesserungen musikalischer Natur: So hat Apollo Papathanasio sich deutlich gesteigert, sowohl was seine Energie bei den Up-Tempo-Songs angeht als auch bei den ruhigeren Momenten. „Wir haben ihn einfach sein Ding machen lassen“, erläutert der Gitarrist. „Apollo lebt ja nicht in Griechenland, sondern in Schweden. Dort hat er sich im Studio verschanzt und viel experimentiert. Er war nicht gerade schnell, was das Einsingen angeht, aber dafür hat sich seine Mühe gelohnt. Er klingt besser denn je!“.