Fozzy_Do_You_Wanna_Start_A_WarViel Wille, wenig Ergebnis

Fozzy, sprich WWE-Wrestling-Star Chris Jericho im Verbund mit einigen Stuck-Mojo-Mitgliedern, liefern mit DO YOU WANNA START A WAR ihr sechstes Album ab. Wo muss man Fozzy 2014 musikalisch positionieren?

Das Album ist vielseitig, andererseits kann man der Band auch Richtungslosigkeit unterstellen, je nachdem, wie man an die Amis herangeht. Klar ist nur eines: DO YOU WANNA START A WAR ist moderner Heavy Metal mit vereinzelten Elementen aus der aktuellen Power-Metal-Ecke. Viel Groove, viele fette Riffs, nette Hooks, kräftige Rhythmen, hier und da sogar Ohrwurmfacetten…und dennoch, trotz einer gewissen Eingängigkeit will das Album nicht zünden. Es fehlt an einer aussagekräftigen Homogenität, die zeigt, wo die Band musikalisch hin möchte.

›Brides Of Fire‹ ist durch seine straighte, druckvoll-brachiale Spielweise einer der wenigen Tracks, die nachwirken. Auch die ABBA-Coverversion ›SOS‹ hinterlässt Spuren, allerdings negative. Zu nahe am Original, wenig originell, wo bleibt der Interpretationswille? Und auch ›Tonight‹ mit Steel-Panther-Sänger Michael Starr ist wenig überzeugend. Eine Art musikalische Schnittmenge aus rauem Achtziger-AOR und skandinavischem Soft-Rock’n’Roll. Klingt interessant, ist es aber nicht, sondern nur langweilig. Zwölf Songs, drei mit Nachhaltigkeitsfaktor, der Rest zwischen belanglos und bieder…nee, das ist wenig überzeugend in seiner Gesamtheit und wird Fozzy nicht merklich weiterbringen.