Glenn HughesVon wegen atemlos.

In der gut gefüllten Halle des Backstage heizt Jared James Nichols aus Los Angeles mit bluesigem Vintage-Rock stark ein, bevor „The Voice Of Rock“ die Bühne betritt. Um 21:00 Uhr legt Glenn Hughes mit dem Deep-Purple-Klassiker ›Stormbringer‹ lautstark los. Classics folgen in der zweistündigen Show noch viele, schließlich ist Hughes einer der ganz Großen und hat schon mit gefühlt jedem des Genres zusammengespielt. Das lässt er auch gerne in Anekdoten einfließen, wie etwa über die Begegnung mit Ronnie James Dio und seinem aktuellen Gitarristen Doug Aldrich. Wie auch der schwedische Drummer Pontus Engborg steht er Glenn Hughes in Sachen Power und Posing in nichts nach. Kurz vor Ende der Show reicht der Ex-Whitesnake-Gitarrist sogar sein Instrument von der Brücke im Backstage ins Publikum und lässt es von der begeisterten Menge auf die Bühne vorreichen, um es dort zu den Zugaben weiterzuspielen. Bis es aber soweit ist, packt er gemeinsam mit Glenn Hughes einiges an Klamotten aus der Klassik-Kiste aus und lässt von Trapeze-Songs wie ›Way Back To The Bone‹ bis hin zu Black-Country-Communion-Titeln nichts aus. Eine Kollaboration von Glenn Huges und Pat Thrall nagelt das Trio ebenso auf die Bühne wie das Whitesnake-Stück ›Good To Be Bad‹. Dazwischen viel Deep Purple wie ›Mistreated‹ und immer mehr Lautstärke – besonders der Bass wird zusehends übersteuert. Auch Zeit fürs Predigen nimmt sich der 63-Jährige und dankt Gott, München und dem Publikum. Die Fans sind dankbar und schaffen es, die drei nach ›Soul Mover‹ noch mal von der Treppe für den Showdown mit ›Black Country‹ und ›Burn‹ zu holen.