ice ice babyGemalte Einzeltäter

Manchmal ist das mit dem Erfolg schon eine komische Sache. Man schreibt Dutzende Songs und plötzlich schlägt einer davon ein wie eine Bombe und macht den Künstler weltberühmt. Danach komponiert er weiter wie bisher, doch der richtig große, andauernde Triumph will sich einfach nicht einstellen. Das ist die typische Geschichte eines One-Hit-Wonders. Man erinnert sich stets an den Song, die Person hinter dem Lied verblasst langsam, auch wenn diese noch Jahre weiter Musik macht. Das Buch „Ice Ice Baby: One-Hit Wonders 1955-2015” beschäftigt sich genau mit diesem Phänomen, nur dass hier die Musik selbst in den Hintergrund gerückt wird. Das Gehirn spielt diese Songs sowieso sofort ab, wenn man den Titel gelesen hat. Hier werden die Geschichte des Künstlers und der Hintergrund zum Lied in den Fokus gestellt. Herausgekommen sind dabei wunderschöne kleine Anekdoten, geschrieben von Autor Marcus Lucas, untermalt mit tollen Illustrationen von Carolin Löbbert. Ausgesucht haben sie neben Screamin‘ Jay Hawkins mit ›I Put A Spell On You‹, Carl Perkins‘ ›Blue Suede Shoes‹ oder Patrick Swayzes ›She’s Like The Wind‹ auch einige Songs aus dem Bereich des Classic Rock.