JGeilsBand OriginalAlbumSeries

Wie aus dem Rock-Bilderbuch – und doch blieb die geilste Band der Welt nahezu erfolglos.

Es bleibt wohl auf Ewigkeiten ein Mysterium, warum diesem Sextett aus Bos-ton der dauerhafte Durchbruch versagt blieb: Gefährlich wie eine Handgranate klang der aus erdigem Rhythm’n’Blues und Hard Rock destillierte Stil, der vor allem im Konzertsaal einfach umwerfenden Formation um den Frontmann Peter Wolf, Gitarrist J. Geils und Keyboarder Seth Justmann. Zu späten, wenn auch kurzen Hit-Ehren gelang die Band 1981 mit dem atypischen Pop-Ohrwurm ›Centerfold‹. Aus den wahnsinnigen Anfangstagen stammen fünf chronologisch für die Reihe ORIGINAL ALBUM SERIES zusammen gefasste Werke: Schlicht urig tönt das selbstbetitelte Debüt von 1970 mit Hämmern wie ›Wait‹, ›Hard Drivin’ Man‹ und ›Cruisin’ For Love‹. In etwa die gleiche Kerbe haut der Nachfolger THE MORNING AFTER mit Wundermundharmonikabläser Magic Dicks manischem Instrumental ›Whammer Jammer‹ und dem Airplay-Renner ›Looking For A Love‹.

Schlicht als Meilenstein von Konzertmitschnitt empfiehlt sich LIVE FULL HOUSE – eine derbe Lektion in Sachen R’n’B. Stilistisch facettenreicher angelegt mit funky Muntermachern wie ›(Ain’t Nothing But A) House Party‹ und ›Give It To Me‹ präsentiert sich das zum Glam-Rock-Höhepunkt 1973 veröffentlichte BLOODSHOT. Erstmals komplett aus der Feder von Wolf/Justman stammt 1974 LADIES INVITED mit den Gassenhauern ›That’s Why I’m Thinking Of You‹, ›Diddybop-pin’‹ und ›The Lady Makes De- mands‹.

J. Geils Band 8

The Morning After 9

Live Full House 10

Bloodshot 10

Ladies Invited 9