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Widergänger von Velvet Underground: Noise-Popim Darkland.

Legendenstatus bedingt nicht unbedingt hohe Verkaufszahlen, aber immerhin die langfristige Übertragung-fähigkeit auf kommende Generationen. Als Widergänger von The Velvet Underground fühlte sich die schottische Formation The Jesus And Mary Chain um die Brüder Jim und William Reid. Rasch zu Idolen der Gegenkultur avancierte die Band 1985 mit dem grandiosen Noise-Meilenstein PSYCHOCANDY, der Lou Reeds Sinnenattacke METAL MACHINE MUSIC zitierte und mittels Hymnen wie ›Just Like Honey‹, ›Never Understand‹, ›Some Candy Talking‹ und ›You Trip Me Up‹ den Brit-Pop nachhaltig beeinflusste.

Wo viel Licht fällt, lauert Schatten: Das schwierige Zweitwerk DARKLANDS ein Jahr später führte beinahe zur Trennung, obwohl das Material substanziell überzeugte. Klar in der Qualität ab fiel dann aber 1989 AUTOMATIC mit einem Zuviel an Synthesizer-Bass, Pomp-Keyboards und Drum-Computer, doch erneut auf hohem Niveau präsentiert sich das Reid-Duo 1992 mit HONEY’S DEAD. Wegen kontroverser In- halte („I wanna die just like JFK“) wurde die Single ›Reverence‹ von der BBC boykottiert, grandios fiel auch das 13th-Floor-Elevators-Cover ›Rollercoaster‹ aus.

Als ein reines Akustikkonzept geplant war STONED & DETHRONED zwei Jahre später, doch nach monatelanger Tüftelei dröhnten am Ende wie gewohnt die rückkoppelnden Fuzz-Gitarren.

Psychocandy 10

Darklands 9

Automatic 5

Honey’s Dead 9

Stoned & Dethroned 8