JoyEine echte Freude – zumindest für Psychonauten.

Man muss schon ein besonderes Naturell haben, um wirklich Zugang zu dieser Musik zu finden. Oder die richtigen bewusstseinserweiternden Substanzen. Nun gut, das ist ein Klischee – alles was man braucht, ist ein gewisser musikalischer Forscherdrang und eine Aufmerksam-keitsspanne, die weit über dem Durchschnitt der Allgemeinheit in der kalifornischen Heimat dieser Band liegt. Dann entdeckt man, dass dieses Trio nicht einfach nur ziellos drauflosmäandert und seinen ganz eigenen Trip irgendwie klanglich nachskizziert (hallo, Grateful Dead!), sondern durchaus schlüssige Kompositionen vorzuweisen hat. Zugegeben, nicht alles hier bleibt dauerhaft im Ohr hängen, und der Mainstream wird auch weiterhin keine Notiz von solchen Klängen nehmen. Doch nicht nur der Gastauftritt des Ex-Hawkwind-Stars Nik Turner belegt, dass hier Meister ihres Fachs am Werk sind, die auf größere Bühnen streben. Mit dieser Platte sollte es ihnen eigentlich gelingen.