judas priest defenders of faithGoldene Jahre: Neuauflage des Klassikers mit packendem Live-Dokument

Ganz rund ist der Geburtstag ja nicht: „Defenders Of The Faith“ erschien vor bereits 31 Jahren, hat es aber trotzdem verdient, gefeiert zu werden. In den frühen Achtzigern definierten Judas Priest, was wir heutzutage unter Heavy Metal verstehen, landeten 1982 mit „Screaming For Vengeance“ einen Kracher – und legten zwei Jahre später mit „Defenders Of The Faith“ in gleichem Stil nach. Selbst wenn A-Klasse-Hits wie ›You‘ve Got Another Thing Comin‘‹ fehlen, konnten die Briten mit dem Nachfolger das Erfolgsniveau halten. Für die Neuauflage hat Originalproduzent Tom Allom das Mastering der zehn Tracks, darunter Hits wie ›Freewheel Burning‹ und ›The Sentinel‹, aufpoliert. Unveröffentlichte Stücke oder rares Material findet sich auf diesem 3-CD-Paket jedoch nicht. Zugegebenermaßen bleibt das, was damals weggelassen, auch heute meist noch B-Ware, wäre aber für Fans eben doch hochinteressant gewesen. Über Liner Notes oder eine besondere Aufmachung lagen bis Redaktionsschluss keine Informationen vor, doch das Bonbon findet sich in Form eines Live-Mitschnittes von der Tour, aufgezeichnet am 5. Mai 1984 in der Long Beach Arena in Kalifornien. Damals brachten Priest jeden Song der Platte auch auf die Bühne, einzige Ausnahme blieb ›Eat Me Alive‹ – vielleicht, weil der legendäre PMRC darin ganz schlimme Jugendgefährdung sah. Die Band spielt mit Feuer und Energie, die Setlist ist tadellos, und der Sound nicht zu beanstanden. Da der geneigte Headbanger das Original ohnehin kennt, handelt es sich hier in Essenz also um ein geiles Live-Album aus den güldenen Jahren des Heavy Metal.

  • Phil

    Ein echtes Hammeralbum!!! Allerdings wäre unveröffentlichtes Studiomaterial als Bonus in der Tat weit interessanter gewesen, als der 100. Live-Mitschnitt der immer gleichen Klassiker.