KingdomComeJourneyDie Nacht der Schweine: Vom God Of Hellfire zum Metal Monster.

Der Wahnsinn ist wohl eine Reise in die Hölle: Nur eine LP lang führte der „God Of Hellfire“ die Crazy World Of Arthur Brown an, dann war auch schon wieder Schicht im Schacht. Noch ab- gehobener agierte dann die Nachfolge-Formation Kingdom Come, die es immerhin auf drei abenteuerliche Alben brachte – in der Neuauflage ergänzt um diverse Bonustracks. Auf der Bühne spielte der ehemalige Londoner Philosophiestudent Brown nicht nur weiterhin mit dem Feuer, er ließ sich auch spektakulär kreuzigen, geisterte als nackter Leichnam umher oder
exerzierte hoch über dem Publikum auf einem Kran seltsame Rituale.

Schlicht famos geriet der Einstand mit GALACTIC ZOO DOSSIER 1971, einem barbarischen Space-Rock-Grusical in mehreren Akten mit absurden Gehörgangputzern wie ›Internal Messenger‹, ›Metal Monster‹ und ›Night Of The Pigs‹. Verdächtig nah am Stil-Orbit der Kollegen von Hawkwind kreuzte Brown ein Jahr später mit KINGDOM COME – und zimmerte mal eben einen Psych-Rock-Klassiker mit der Hymne ›The Experiment‹.

Mit JOURNEY fand das gruselige Triptychon 1973 unter der Leitung von Produzent Dave Edmunds dann seine Formvollendung. Hypnotische Klanglandschaften wie ›Time Cap-tives‹, ›Superficial Roadblocks‹ und ›Spirit Of Joy‹ scherten sich einen Dreck um Massenkompatibilität.

GALACTIC ZOO DOSSIER: 8

KINGDOM COME: 8

JOURNEY: 8