Die Solinger Rocken was das Zeug hält

Dass Accept mit BLOOD OF THE NATIONS (2010) und ihrem damals neuen Sänger Mark Tornillo ein grandioses Comeback hinlegten, kann keiner bezweifeln. Mit ihrem aktuellen Langspieler STALINGRAD zeigten sie auch, dass das alles kein Glückgriff war, sondern dass sie sich in dieser Konstellation durchaus ihren Thron bewahren können.

Auch live zeigen die „alten Herren“ vielen, wo der Hard Rock-Hammer hängt. Denn bei ihrem letzten Gastspiel im Berliner Huxley’s Neue Welt brachten die fünf Solinger die Bretter zum Beben. Als Opener schmettern sie ›Hellfire‹ in die Menge. Schon vom ersten Ton an merkt man, dass Accept es einfach genießen, auf der Bühne zu stehen. Es folgt ›Stalingrad‹ bei dem die grölende Menge bereits eifrig mitsingt, was der Band noch einen weiteren Kick verleiht. Danach nehmen Accept erst einmal Abschied von ihrem neuen Album und bieten den Besuchern eine wahre Best-Off-Show: ›Livin For Tonite‹, ›Princess Of The Dawn‹, ›Son Of A Bitch‹, ›Pandemic‹ und ›Fast As A Shark‹ bringen die Menge immer mehr zum Kochen. Auch bewegungstechnisch geben Accept alles: Sie rennen über die gesamte Bühne, nehmen den ein oder anderen Laufsteg mit und posen, posen, posen. Komischerweise werden die Besucher im hinteren Teil des Huxleys mit der Zeit immer verhaltener – scheinbar hat die Band eine bessere Kondition als ihr Publikum. Mit ›Balls To The Wall‹ verabschieden sich Accept nach zwei Stunden. Danke sehr!

 

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