Einfach nur fett. Vier Australier machen ihrem Namen alle Ehre.

AC/DC, Airbourne… mit diesen zwei As muss sich wohl jede Band vergleichen lassen, die vom Koala-Kontinent stammt und mit Schmackes in die Saiten haut. Mammoth Mammoth jedoch haben noch viel mehr vor, als den klassischen „Pub Rock“ in die weltweiten Charts zu führen. Was sie mit einer ordentlichen Kampfansage gleich mal doppelt unterstreichen. Ihr Name schürt schon die Erwartungen, dass uns auf VOL. 3 – HELL‘S LIKELY monumentaler Sound erwartet, auf ihrem MySpace-Profil (ja, sowas gibt‘s noch) reißen sie dann so richtig weit die Klappe auf: „We are the hairiest and loudest band in the world. We slay riffs like Rod Stewart slays pussy. Our music murders unicorns. We are the exact opposite of gay. We are bigger than Jesus. And louder than hell.“

Klare Ansage also, doch das mit dem Augenzwinkern hat man down under ja auch schon immer ganz gut beherrscht. Dabei ist der vollmundige Auftritt des Quartetts durchaus kein überhobenes Wunschdenken – diese Kerle blasen tatsächlich so ziemlich alles in die Hecke, was sich ihnen in den Weg stellt. Radiofreundliches Balladenfutter? Fehlanzeige! Nette Midtempo-Mitwipper, um auch die Ü-40-Hörer nicht zu vergraulen? Nie im Leben! Mam­moth Mammoth kennen nur Vollgas, verbinden seismische Rumpelwucht à la Motörhead mit viel Schweiß und punkigem Rotz – ohne dabei die Killermelodien zu vergessen. Diese Dickhäuter könnten den ganz großen Siegeszug um den Globus antreten.