Winehouse, mithAmys Leben aus der Sicht ihres Vaters.

Sie hatte eine super Stimme, doch sie kam nicht klar. Am 23. Juli 2011 starb Amy Winehouse mit 416 Milligramm Alkohol auf 100 Milliliter Blut. Zum Zeitpunkt ihres Todes war sie längst ein Pop-Star jenseits des Kindertraumes: Paparazzi, harte Drogen, jede neue Liebelei „kritisch“ beäugt von den Medien. Nun hat ihr Vater ein Buch geschrieben. „Meine Tochter Amy“ schildert das Leben einer Tochter aus dem Blickwinkel ihres Vaters. Es ist nachzuvollziehen, wie es zu solch einer Veröffentlichung kommen kann. Zu den wiederkehrenden Motiven in „Meine Tochter Amy“ zählt die Erkenntnis, das eigene Kind nicht mehr erreichen zu können. Noch 2007 feiern Vater Mitch und Tochter Amy gemeinsam den Erfolg von ›Back To Black‹. Zu Beginn des Jahres landet die düster-feierliche Soul-Hymne die Nummer Eins der britischen Single-Charts. Durch die zunehmende Berühmtheit jedoch entfernen sich Vater und Tochter. Und Mitch Winehouse sitzt zuhause in Camden und weiß nicht, was er von den neusten Storys in den Boulevard-Medien über skandalöse Auftritte halten soll. Die Sprache, in der Mitch Winehouse oder sein Ghostwriter schreiben, klingt kindlich. Immer wirkt diese Kindlichkeit kalkuliert. Nicht nur geht es darum, posthum Meinungshoheit über das Leben des eigenen Kindes zu erlangen, wozu übrigens auch die teils sehr privaten Fotos beitragen. Ebenso macht Mitch Winehouse Werbung für seine Amy Winehouse Foundation für benachteiligte Jugendliche: Erfüllt seinen Zweck, wenn auch immer wieder die Sprache hölzern ausfällt.