monster magnetDave Wyndorf fährt die Wah-Wah-Krallen aus.

Kaum Zweifel an ihrer Lieblingsbe-schäftigung ließen Monster Magnet bereits bei ihrem Karrierestart zu: „For-get About Life“, „I’m High On Dope“ sowie „I’m Stoned, What Ya Gonna Do About It?“ lauteten 1989 die Titel der ersten Demo-Cassetten. Drei Jahre später fuhr nach dem Indie-Erstling Spine Of God das bündig betitelte Major-Debüt SUPERJUDGE seine verzerrten Wah-Wah-Krallen aus. Im allgemeinen Erfolgstaumel des Grunge wurde das Werk aber sträflich übersehen, obwohl doch eine gewisse Ähnlichkeit zu Soundgarden vorlag – die Monster Magnet ohne mit der Wimper zu zucken als Tour-Support anheuerten. MM lieferten manischen Stoner Rock, verwurzelt bei Captain Beyond und Hawk-wind, deren ›Brainstorm‹ von 1972 sie auch coverten. Wyndorf und Co. wühlten aber auch tief im Blues Rock: Willie Dixons ›Evil‹ im nahezu identischen Arrangement der Hard-Rock-Pioniere Cactus zündete perfekt. Grö-ßenwahn aus jeder Pore atmete der imposante Auftakt ›Cyclops Revolution‹. An den verkifften wie improvisierten Hippiekommunarden-Charme der Londoner Kulthelden Sam Gopal (mit Lemmy Kilmister) und Pink Fairies klammerten sich indes das polyrhythmische ›Elephant Bell‹ und das fernöstliche ›Black Balloon‹.