mungo jerryHits, Hits und nochmals Hits: Mungo Jerrys Gassenhauer in handlicher Box.

Mit dem programmatischem Gute-Laune-Muntermacher ›In The Summertime‹ erzielt das britische Quartett um Komponist, Frontmann und Kotelettenträger Ray Dorset im Sommer 1970 einen globalen Dauerbrenner: Nummer eins in 26 Ländern und 30 Millionen verkaufte Exemplare. Die urigen Pub-Rocker erzielen bis 1974 aber auch noch weitere, wenn auch nicht mehr ganz so erfolgreiche Hits. Vor allem die erste Bandbesetzung mit Boogie-Woogie-Pianist Colin Earl, Banjospieler Paul King und Standbassist Mike Cole liefert mit Jug, Maultrommel und Kazoo Aufgemöbeltes zwischen Rock’n’Roll-Revival, Swamp Blues und Country Folk: Auf der chronologisch kompilierten 2-CD-Box THE DAWN SINGLES COLLECTION finden sich Ohrwürmer zuhauf: ›Baby Jump‹, ›Lady Rose‹ und ›You Don’t Have To Be In The Army To Fight In The War‹ tummeln sich zwischen 1970 und 1971 in internationalen Hitlisten auf den oberen Rängen. Doch lohnen auch die seinerzeit in Großbritannien jeweils im 4-Track-EP-Format veröffentlichten Hits: ›Mighty Man‹, ›Maggie‹ und ›Dust Pneumonia Blues‹ besitzen durchweg A-Seiten-Qualität. Mit Mike Coles Ausstieg und John Godfreys Einstieg nimmt das Beset-zungskarussell Fahrt auf, nach einer Rebellion im eigenen Lager verabschieden sich bald auch die eigentlich unverzichtbaren Colin Earl und Paul King. ›Open Up‹, dargeboten im Boogie-Blues-Stil von Canned Heat, entsteht 1972 schon mit Neu-zugängen, die fortan immer schneller wechseln. Weitere moderate Treffer, die nunmehr das rustikale Konzept von Mungo Jerry mit Glam Rock à la T. Rex überblenden, gelingen mit ,›My Girl & Me‹, ›Wild Love‹, ›Long Legged Woman Dressed In Black‹ und ›All Dressed Up And No Place To Go‹. Als bestverkaufte Single nach ›In The Summertime‹ erweist sich in Deutschland ›Alright Alright Alright‹, ein Remake von Jacques Dutroncs 66er-Franzosen-Chart-Topper ›Et Moi Et Moi Et Moi‹.