Megadeth_TH1RT3EN_Promophoto_2011 (5)Dave Mustaine ist ein sehr abergläubischer Mensch. Schon vor einiger Zeit ließ der Sänger und Gitarrist verlauten, schwarze Magie habe sein Le-ben zerstört – und allein die Liebe zum Gi-tarrenspiel und die Unterstützung seiner Freunde hätte ihn gerettet. Doch während der Aufnahmen zu Megadeths neuem Al-bum TH1RT3EN schlug die dunkle Macht scheinbar erneut zu. „Es geschahen viele seltsame Dinge“, gibt Mustaine zu. „Sachen gingen verloren, einer meiner Mitarbeiter be­kam auf einmal Drogen-Probleme und verschwand. Außerdem mussten wir die Aufnahmen kurzzeitig unterbrechen, weil unser Produzent Johnny K plötzlich krank wurde. Es war wie verhext.“

Dabei stand die Band sowieso schon un­-ter Zeitdruck: „Wir hatten nur zwei Monate Zeit. Aber wir sind alle schon lange genug im Geschäft, um das zu schaffen. Es war harte Arbeit. Es gab viele Nächte, in denen ich vor dem Computer einschlief und am nächsten Morgen Abdrücke von der Tatstatur im Gesicht hatte, weil ich darauf gelegen hatte.“ Mit dem Resultat ist Dave mehr als zufrieden. „Früher habe ich mir nach Albumaufnahmen oft gedacht: ‚Verdammt, warum haben wir diese oder jene Passage nicht an-ders eingespielt?‘ Doch bei TH1RT3EN ist das völlig anders. Wenn ich mir das Album anhöre, denke ich eher: ‚Super, dass wir das so gemacht haben. Das ist perfekt!‘“ Die namensgebende Zahl 13 selbst hat für Mustaine nichts mit Aberglauben zu tun. „Dies ist unser 13. Album, ich bin am 13. September geboren und habe mit 13 Jahren angefangen, Gitarre zu spielen. Der Name drängte sich irgendwie auf.“

TH1RT3EN ist auch das erste Album seit THE WORLD NEEDS A HERO (2001), auf dem Bassist und Megadeth-Gründungsmitglied Dave Ellefson wieder in die tiefen Saiten greift. „Ich bin sehr froh, dass Dave wieder mit an Bord ist“, betont Mustaine. „Er war schon immer ein grandioser Musiker und ist in den letzten Jahren noch besser geworden. Er ist eine große Bereicherung für das Album und die Band.“

Das Pech holte Mustaine jedoch im September ein. Er plagte sich mit schrecklichen Nackenschmerzen und ließ sich schließlich operieren. „Während der ‚Big Four‘-Tournee durch die USA hatte ich Bandscheibenvorfälle an drei Halswirbeln und musste des-wegen unters Messer. Ausgelöst wurden sie durch jahrlanges Headbangen. Aber ich er- hole mich gut und werde für unsere Gigs im nächsten Jahr wieder vollkommen fit sein.“

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