The New Black

Die Hosen hat man nur einmal voll
Immer schön klassisch, immer schön dazwischen

The New Black stellen mit III: CUT LOOSE ihr, wie der Titel schon andeutet, drittes Langeisen in die CD-Regale der verbliebenen Plattenläden dieser Welt. Die fünfköpfige deutsche Power-Groove-Truppe um Sinner-Gitarrist Christoph Leim war ein weiteres Mal konsequent und hat Produzentenikone Jacob Hansen den Sound einregeln lassen. Leim: „Hansen gehörte definitiv zu unseren Wunschkandidaten, weil er eine Sache wirklich gut kann, wie die Volbeat-Platten beweisen: Er versteht es, einen lebendigen, fetten Sound zu machen, der sowohl nach Metal als auch nach Rock klingt. Schön dazwischen, wie auch unsere Songs sind: zwischen Rock und Metal.“

Stilistisch werden Bands wie Black Label Society, Pantera, Alter Bridge oder sogar Thin Lizzy und Metallica als Einflüsse genannt. So gesehen die komplette Bandbreite, insofern kann man The New Black also musikalisch nicht festnageln, oder? Christoph ist anderer Meinung: „Da möchte ich widersprechen: Die genannten Bands sind stilistisch nicht so weit voneinander entfernt. Das ist alles irgendwo klassischer Rock/Metal, nix Extremes, nix Experimentelles. Festnageln muss man uns auch nicht notwendigerweise, aber eigentlich ist das alles auch nicht wichtig. Erlaubt ist, was gefällt.“

The New Black haben sich schon mit AC/DC die Bühne geteilt und mit Alter Bridge getourt. Ob sich das nachträglich irgendwie auf ihr Musikerleben ausgewirkt hat? Christoph: „Klar hat sich das ausgewirkt. Wir wissen, wie es sich anfühlt, vor 65.000 Leuten die Hosen voll zu haben, haha. Für den Lebenslauf ist eine solche Show natürlich nie schlecht, und einen Höllenspaß hat es auch gemacht! Die Alter Bridge-Shows waren ‘ne Nummer kleiner und das funktionierte super. Das sind richtig gute Jungs, unser Alter, totale Musikfreaks, so wie wir. Deswegen rocken wir im April auf der ‚Rock‘n‘Roll Overdose‘-Tour zusammen mit Psychopunch, Motorjesus, ‘77 und Supercharger die deutschen Clubs!“

Jürgen Tschamler