Poisonblack 2011 (2)DRIVE ist ein perfekter Titel für das Album“, findet Poisonblack-Sänger und -Gitarrist Ville Laihiala. „Denn die Lieder wurden allesamt im Namen des Rock‘n‘ Roll aufgenommen. Beim Hören entsteht unweigerlich das Gefühl, dass man sich fortbewegt.“ Also eine Platte, die wie gemacht ist für Autofahrten. Die Finnen vermengen auf ihrem fünften Album Blues mit Metal – ähnlich wie Metallica auf LOAD und RE­­LOAD. Hinzugefügt hat Laihiala noch ein paar knackige Hooklines im Stile von den Landsmännern HIM. Das Ergebnis verströmt für Poi­­son­­black-Verhältnisse ein ungewohnt positives Grundfeeling. Zurückzuführen ist dies auf die Willensstärke des 38-jährigen Bandchefs. „Wie immer habe ich die Lieder auf meiner Couch mit Hilfe meiner alten, beschissenen Akustikklampfe geschrieben. Dieses Mal kamen dabei aber energiegeladenere und weniger verzweifelte Stücke heraus. Das liegt wohl daran, dass ich vor einem Jahr mit dem Trinken aufgehört habe. Von daher stellte sich diese Alkohol-induzierte Depression einfach nicht mehr ein“, lacht Laihiala. Der neue Frohsinn hat sich auch in den Geschäftsbeziehungen von Poisonblack niedergeschlagen. Mit dem 2010 veröffentlichten OF RUST AND BONES hat das Quartett seinen alten Vertrag erfüllt und nun bei einem finnischen Label angeheuert. „Wir waren der Überzeugung, etwas verändern zu müssen, um diese Band am Laufen zu halten“, erklärt Ville den Entschluss. „Ich fühle nichts als Respekt für meine früheren Verbündeten und bin dankbar, dass sie den Job über all die Jahre erledigt haben. Doch wir wollten ein einheimisches Label und Mana­­gement. Das macht es leichter, sie aufzuspüren und die Scheiße aus ihnen rauszuprügeln, sollten sie uns verarschen.“ Wie schön, dass Laihiala nur so sprüht vor Energie…

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