The New BlackIn den vergangenen beiden Jahren hat sich einiges getan im Lager von The New Black. Nach der Veröffentlichung ihres 2009er-Debüts konnten die deutschen Heavy-Rocker für etliche internationale Riff-Ikonen eröffnen – und haben sich dadurch zu einem der vielbeachtetsten Newcomer im CLASSIC ROCK-Land entwickelt.

Umtriebigkeit zahlt sich aus – jedenfalls im Fall von The New Black. Die deutschen Rocker haben in den beiden Jahren, die seit der Veröffentlichung ihres gleichnamigen Premierenalbums vergangen sind, mit Fleiß und Spaß an der Sache etliche eindrucksvolle Show-Angebote an Land gezogen. So schafften es die Fünf unter anderem ins Vorprogramm von Volbeat, AC/DC oder Black Stone Cherry und baten zu-dem auch auf Mega-Festivals wie Rock am Ring oder dem Wacken:Open:Air zum Riff-Tanz. Kürzlich war die Band außerdem als Support von Alter Bridge unterwegs, wo sie ihr Publikum bereits mit einigen neuen Songs beglücken konnte, unter anderem der Single ›The King I Was‹.

Nun drängt das zweite Album auf den Markt – es trägt den Titel II: BETTER IN BLACK und ist zwar nicht schwärzer, aber doch in der Tat besser als das Erstwerk. Einer der Gründe dafür: Obwohl sich The New Black ihr Markenzeichen, die stilistische Offenheit – mit Einflüssen, die vom melodischen Thrash über Alternative Rock und Grunge bis hin zum klassischen Rock reichen –, bewahrt haben, klingt die neue Scheibe deutlich homogener. Will heißen: Die Konzert­erfahrungen haben die Band zusammengeschweißt, was dazu führte, dass sich ein eigener, prägnanter Stil entwickeln konnte. Eine Einschätzung, die auch Sänger Markus Hammer, Spitzname: Fludid, bestätigt: „Ich denke auch, dass wir durch die Shows enger zusammengerückt sind und besser wissen, was uns als Band ausmacht. Das schlägt sich natürlich auch in den Songs nieder. Außerdem haben wir beim Debüt einige Songs verwendet, die schon vor der Gründung von The New Black existierten – die neuen Stücke dagegen sind weitgehend von den Erfahrungen der vergangenen beiden Jahren geprägt. Das macht natürlich auch einen Unterschied.“

Überhaupt scheinen The New Black eine Band zu sein, die stark von den Erlebnissen auf Tour zehrt. Was unter anderem daran liegt, dass die Musiker weit voneinander entfernt leben und keine wöchentlichen Proberaum-Sessions im klassischen Sinn stattfinden können. Das Songwriting findet also größtenteils zu Hause statt, die moderne Technik macht’s möglich. Der Großteil des Materials stammt von den beiden Chef-Komponisten, den Gitarristen Fabian Schwarz und Christof Leim. Aber auch Fludid konnte sich diesmal stärker einbringen als sonst. Besonders am Herzen liegt ihm der Track ›Into Modesty‹, in dem seine Tochter die zentrale Rolle spielt. „Ich weiß, dass es etwas klischeehaft erscheinen mag, wenn die Familie als Inspirationsquelle in einem Song auftaucht“, so der Frontmann, „aber andererseits ist das natürlich etwas, das mich bewegt und emotional beschäftigt. Daher ist der Song sicherlich das Persönlichste, das je von mir veröffentlicht wurde.“

Es ist dieser Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und einem augenzwinkernden Humor, der The New Black definiert. Bestes Beispiel dafür: Für den nächsten Videodreh hat sich die Band den Song ›Happy Zombies‹ ausgesucht. Der Track überrascht nicht nur durch seinen Namen, sondern auch durch seinen markanten Refrain – das Lied dürfte sich zu einem neuen Live-Favoriten entwickeln. Insbesondere, wenn die für den Clip geplanten Ideen so realisiert werden können, wie Markus sich das wünscht. „Ich arbeite im Hauptjob als freiberuflicher Kameramann und Cutter. Daher habe ich ein Konzept ausgedacht und mir auch gleich das Drehbuch unter den Nagel gerissen. Und jetzt hoffe ich, dass alles auch genauso umgesetzt werden kann, wie ich mir das vorstelle!“