new light choirPlacebo-Gesang trifft auf den Spirit der 70er, sehr frühe Rush und ein wenig Punk.

Gerne kategorisiert der Mensch – und insbesondere im Musikbereich. Nur bei den beiden Musikern von New Light Choir aus North Carolina gestaltet es sich als schwieriges Unterfangen, da sie in diverse Schubladen passen und dann auch wieder nicht. Vielfältiges erklingt auf dem Zweitwerk von John Niffenegger, dem Sänger, Gitarrist und Basser in Personalunion, sowie Schlagzeuger Chris Dalton. Düsteres, Heavyness und ein wenig Morbidität können als Bindeglieder der einzelnen Nummern herhalten. ›New Light October‹ und ›Higher Fire‹ treffen rockig und schnell auf beinahe Poppiges bei ›December Flying‹ sowie auf Schwermütiges in ›All I Need‹. Über allen Titeln wabert ein wenig die psychedelische Erinnerung an die 70er Jahre. Die markante Stimme Niffeneggers die wie eine kratzende Variante des Placebo Frontmanns Brian Molko wirkt, veredelt die rauen und ruppigen Melodien zu interessanten Musikstücken. Monotonie stellt sich zu keiner Zeit ein, allerdings bekommt sie bei einer Spielzeit von knapp 35 Minuten auch keine Chance dazu.