PR Newman im Interview: Americana statt Punk

PR Newman InterviewIn den vergangenen Jahren spielte Spencer Garland in der Texas-Band Berkshire Hounds oder verdingte sich als Studiomusiker rund um Austin. Jetzt ist sein Solodebüt unter dem Künstlernamen PR Newman da. TURN OUT ist ein Mix aus Indie- und Folkrock, Country, aber auch Soul und Jazz.

Wann sind die Songs deines neuen Albums entstanden?
Das meiste habe ich zwischen 2015 und 2016 geschrieben, einiges ist auch älter. Aufgenommen habe ich es vergangenes Jahr in den „Daniel House“-Studios zusammen mit meinem Freund Daniel McNeill.

Welche Art von Musik beeinflusst dich denn besonders?
Es fällt mir immer schwer, ein einzelnes Genre herauszugreifen, das mich mehr als jedes andere inspiriert, aber da sind natürlich Jazz, R&B, Country, Folk und Rock’n’Roll. Dazu kommt noch der Punkrock meiner formativen Jahre.

Entdeckst du neue Tracks heute wie die meisten über Spotify? Und woher hast du dein breites Wissen über Popmusik?
Spotify ist großartig, obwohl ich immer noch viele neue Künstler ganz altmodisch übers Radio kennenlerne. Oder über Freunde und Plattenläden. Mein Wissen kommt vor allem daher, dass ich schon immer alles über Musikgeschichte lernen und in jeder Aufnahme etwas finden wollte, das mir gefällt. Ich unternahm täglich Ausflüge ins Plattengeschäft und kaufte $1-Ausgaben von alten 45er-Singles oder zufällige Pop-Hits von weiß Gott wann.

Dein Bühnenname, den du zu Berkshire-Hounds-Zeiten bekommen hast, ist die Kurzform für Punkrock Randy Newman. Was verbindet dich mit ihm?
Um ehrlich zu sein, gibt es keine große Verbindung zwischen Randy und mir, außer dass mir der Spitzname vor langer Zeit verpasst wurde und ich schon ewig ein Fan bin. Ich könnte mich auch Punkrock Van Morrison beziehungsweise PR Morrison nennen, haha.

Wie bist du denn auf das Coverfoto für TURN OUT mit der großen Cowboyfigur gekommen?
Das wurde bei einem Volksfest in Texas geschossen, es ist eine prägnante Erinnerung an meine Heimatstadt Dallas. Big Tex, der auf dem Foto zu sehen ist, ist hier eine ziemlich ikonische Fi­­gur. Als meine Freundin mir das Bild zeigte, das sie bei einem unserer Ausflüge ge­­macht hatte, dachte ich, das wäre eine schöne Ergänzung zum Album, da viele der Texte sich um Anfänge, Familie und solche Dinge drehen.

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