quicksilver messenger service

Im halluzinogenen Rausch: Improvisation kontra Konzept.

No risk, no fun – für den Quick-silver Messenger Service aus San Franciscos seliger Hippie-Ära dürfte die Marschrichtung spätestens mit dem 69er-Longplayer HAPPY TRAILS klar definiert gewesen sein: Halb Konzertmitschnitt, halb Studiowerk, demonstriert das mit rund 50 Minuten ziemlich lang geratene Elaborat Vor- und Nachteile des Kollektivs um Ausnahmegitarrist John Cipollina. Zwei R’n’R-Klassiker von Bo Diddley, ›Who Do You Love‹ und ›Mona (I Need You)‹, stehen im Mittelpunkt. In Mammutmanier ausgewalzt, werden die Grenzen konsequent ausgelotet und auch furchtlos überschritten. Nicht minder spannungsarm gestalten sich Zweitgitarrist und Sänger Gary Duncans Kompositionen ›Maiden Of The Cancer Moon‹, ›Cavalry‹ und ›Happy Trails‹. Vor allem das fast 14-minütige Instrumental ›Cavalry‹ mit seinen Stilüberblendungen aus Acid-Rock und Folklore in unvorhersehbaren Tempowechseln hebt den Zweitling weit über das durchschnittliche Niveau hinaus.