Review: ’77 – BRIGHT GLOOM

77 Bright Gloom

Mehr Sixties, weniger AC/DC.

Die letzten Alben von ’77 klangen immer wie AC/DC in den Jahren 1976 bis 1978, vor allem weil die Valeta-Brüder Armand und LG die Kongenialität von Angus Young und Bon Scott so gut imitieren und weiterdenken konnten. Nun haben sie sich einen neuen Bass­mann ins Haus gelotst – und gleich ist alles an­­ders bei den Spaniern. Schon die erste Nummer ›Bread & Circus‹ klingt mit ihrem Garagen-Touch wie live im Pub aufgeführt. Dann geht es ebenso schwungvoll weiter: ›Who’s Fighting Who‹ ist ein geschmeidig schleichender Yardbirds-Rocker und ›Fooled By Love‹ serviert einen beschwingtes Paisley-Feeling mit schön getragenem Harmonie­gesang. ›You Better Watch Out‹ zitiert ›Come To­­gether‹ von den Beatles – und so reihen sich hier noch viele weitere Inspirationsquellen aus der Beat-Ära aneinander. Das Album wirkt wie ein Puzzlespiel, weil es zahlreiche Einflüsse zu entdecken gibt, das eine oder andere Malcolm-Young-Zitat ist selbstverständlich auch dabei. Zudem sind alle elf Songs locker vorgetragen und der Sound ist angenehm retrospektiv – als wäre die Platte Ende der 60er aufgenommen worden. Richtig: mit diesem Album hat sich das Quartett toll weiterentwickelt.

8/10

’77
BRIGHT GLOOM
CENTURY MEDIA/SONY

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