Review: Anvil – POUNDING THE PAVEMENT

Anvil Pounding The Pavement

Papa, hol die Planierraupe!

40 Jahre dabei und kein bisschen leise: Die kanadische Kulttruppe Anvil pflastert den Bürgersteig neu, wie bereits der Plattentitel POUNDING THE PA­­VEMENT mit dem Presslufthammer ankündigt. Und ja, genau das bekommt die Hörerschaft hier auch ins Gesicht geschleudert: Planierraupen-Metal, der alles plattmacht, ohne nach so langer Zeit Staub oder gar Rost angesetzt zu haben. Anvil lassen sich nicht von ihrem Kurs abbringen und zeigen hier alles, wofür sie ihre Fans verehren: Heavy Metal mit hohem Rock’n’Roll-Faktor, der schnell ins Ohr geht, aber eben nicht ins Formatradio flutscht. Beste Beispiele dafür sind ›Smash Your Face‹, ›Rock That Shit‹ und ›Ego‹, aber die Kanadier um Sänger/Gitarrist Steve „Lips“ Kudlow und Schlagzeuger Robb Reiner verwalten ihre Erbe nicht nur. In ›Warming Up‹ stapfen sie zum Beispiel in Richtung Swing-Jazz-Metal, während sie in ›Nanook Of The North‹ auf den Obertongesang kanadischer Inuit setzen, um auf deren Schicksal aufmerksam zu machen. Die Dampfwalze beherrscht bisweilen nämlich auch die leisen Zwischentöne.

7/10

Anvil
POUNDING THE PAVEMENT
STEAMHAMMER/SPV

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