Review: Audrey Horne – BLACKOUT

Audrey Horne Blackout

Licht aus, Manege frei!

Zeitlos, klassisch, aber trotzdem irgendwie modern: Audrey Horne bekommen einen Spagat hin, bei dem sich die meisten anderen Rockbands die Eier verstauchen würden. Schon die sechsminütige Eröffnungsnummer und erste Single ›This Is War‹ weist den Weg in den Rock’n’Roll-Himmel: Gitarrenarbeit wie bei Iron Maiden, hohes Tempo, unwiderstehlicher Refrain, der einen tagelang wie ein Stalker verfolgt. Die Norweger lassen auf ihrem sechsten Album BLACKOUT die erste Rock’n’Roll-Orgie des Jahres 2018 steigen und sorgen für Hymnen, Hymnen und noch mal Hymnen, die sich nicht vor denen auf PURE HEAVY (2014) verstecken müssen. Im Gegenteil: Alles erscheint noch eine Nummer größer, rockiger und herrlicher, schreit aber gleichzeitig nach kleinen Rockclubs, in denen Bier und Schweiß von der Decke triefen. Ausfälle? Fehlanzeige, alles mitreißend – egal ob eingängige Midtempo-Kopfnicker (›Blackout‹, ›This Man‹) oder High-Speed-Geschosse (›Audrevolution‹, ›Midnight Man‹). Wer hier nicht mit irgendeinem Körperteil mitzappelt und laut mitgrölt, hat sich in der Musikrichtung vertan oder spontane Lähmungserscheinungen. Was für ein BLACKOUT!

9/10

Audrey Horne
BLACKOUT
NAPALM/UNIVERSAL

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