Review: Blackberry Smoke – FIND A LIGHT

Blackberry Smoke Find A Light

Hotlanta!

„Hotlanta“ steht einerseits für das sexy Nachtleben der Hauptstadt Georgias. Andererseits aber auch für die fast schon extremen Som­mertemperaturen kombiniert mit drückender Schwüle in der knapp 500.000 Ein­wohner zählenden Stadt. ›Hot ’Lanta‹ ist auch ein Song der Allman Brothers, der ausschließlich auf dem Album AT FILLMORE EAST zu finden ist. Und genau in diesem Genre sind Blackberry Smoke auch zu Hause. Ihr sechstes Studioalbum FIND A LIGHT macht Hoffnung, dass die Welt weiterhin Bock auf schnörkellosen Southern-Country-Folk-Hardrock hat. Denn wenn nicht (ein Blick auf die aktuellen englischen Charts lässt den Fan von Gitarrenklängen leichenblass werden), verpasst man eine der besten Platten des noch jungen Jahres. Die Erweiterungen und Entwicklungen seit dem Vorgänger LIKE AN ARROW (2016) klingen mühelos und ungekünstelt. Kein Wunder, denn das Quintett kommt seit seiner Gründung im Jahre 2000 ohne Besetzungswechsel aus und spielt im Studio immer alle Tracks zusammen ein. Der Opener ›Flesh And Bone‹ geht locker als härtestes Stück der Band durch, das flott-drückende ›Run Away From It All‹ (Jason Isbell/Tom Petty-Melange) markiert schon früh den besten Track. ›The Crooked Kind‹ ist ein flotter Southern-Rocker im Black-Crowes-Style, ›Best Seat In The House‹ Americana-Pop, ›Let Me Down Easy‹ (mit Amanda Shires als Gast-Sängerin) eine feine Singer-Songwriter Ballade im Stile von Gram Parsons und Emmylou Harris. ›Nobody Gives A Damn‹, ein Geradeaus-Rocker, hätte sich auch im Repertoire der Georgia Satellites sehr gut gemacht. Weitere Attraktionen sind der Midtempo-Schleicher ›Me­­dicate My Mind‹, die Country-Ballade ›I’ve Got This Song‹ sowie die hübsche Akustik-Nummer ›Mother Mountain‹, dargeboten mit den Wood Brothers.

Blackberry Smoke
FIND A LIGHT
EARACHE/ADA/WARNER

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