dead soulGroßes Klangkino!

Das Label bittet darum, sich eine Mischung aus Nick Cave, Nine Inch Nails und Johnny Cash vorzustellen. Besser könnten wir auch nicht auf den Punkt bringen, wie das schwedische Duo Dead Soul klingt. Sänger/Gitarrist Anders Landelius hat als Slidin’ Slim in Blues-Kreisen schon von sich Reden gemacht, Multiinstrumentalist und Produzent Niels Nielsen dagegen kommt eher aus der elektronischen Musik und dem Alternative Rock. Auf ihrem zweiten Longplayer, THE SHELTERING SKY, kom­­binieren sie große Gefühle, viel Melancholie, ausladende Atmosphären, rockige und noisige Elemente sowie hymnische Chorusse zu einem von Beginn an überzeugenden Breitwand-Sound, der ins Herz und Ohr geht. Vereint werden Rock, Elektronik, Blues und Industrial – und das mit überzeugenden Songwriting-, Arrangement- und Produktionsskills. In eine vorhandene Schublade passen Dead Soul nicht, aber es bleibt zu hoffen, dass die guten Songs Argument genug sind, um eine breite Masse anzusprechen. Die kommende Tournee im Vorprogramm von Ghost dürfte eine gute Möglichkeit darstellen. Anspieltipps: ›Until The Last Breath‹, ›Shattered Dreams‹ und ›In Between‹.