Dicke Eier in der Stretchhose.

DIE FOR ROCK N‘ ROLL ist zwar nicht unbedingt die am Schluss der Scheibe lautstark besungene ›Revolution‹ – ein deutlicher Weck­­ruf ist es aber allemal. Front­­mann und bekennender Skid-Row-Fan Andy Brings und seine zwei Mitstreiter klingen zwar nicht direkt wie ihre Idole, aber der Geist der Songs geht definitiv in eine ähnlich sleazige und punkige Rock’n’Roll-Richtung. Elf Songs, allesamt potenzielle Gig-Gassenhauer, die zum Mitgrölen geeignet sind, grooven und glammen ziemlich cool und eingängig. Abgesehen von der etwas üppiger arrangierten und mit einem klassischen 80er-Gitarrenintro versehenen Nummer ›On Top Of Mount Whateverest‹, sind Stücke wie etwa der Titelsong oder ›Yeah! Pain‹ geradlinige und unkomplizierte Punk’n’Roller mit mal kleineren, mal größeren Finessen und leichtem Metaleinschlag. Gesanglich nicht unbedingt eine Offenbarung, aber darum geht es ja auch nicht. Bei Double Crush Syndrome geht es um große Posen, Power und Pop. Das wahre Po­­tenzial dieses Trios zeigt sich hier zwar ansatzweise, kommt aber erst im Live-Kontext so richtig zur Geltung.

7/10

Double Crush Syndrome
DIE FOR ROCK N‘ ROLL
ARISING EMPIRE/WARNER