Review: Electric Boys – THE GHOST WARD DIARIES

Electric Boys Ghost Ward Diaries

Soulrock aus Schweden.

Irgendwie erinnern die Electric Boys mit ihrem Soul- und Hard­rock-Ansatz an die Dead Daisies. Nicht zuletzt dank eines ähnlichen Timbres von Sänger Conny Bloom und Daisies-Vokalist John Corabi. Genau genommen ist es aber eher anders herum, schließlich sind die Schweden doch mit einigen Unterbrechungen bereits seit Ende der 80er aktiv und haben starke Alben wie FUNK-O-METAL CARPET RIDE auf der Habenseite. Den funky Touch vermisst man zu Be­­ginn des neuen Albums THE GHOST WARD DIA­RIES ein wenig, aber der Groove schlägt dann glücklicherweise doch noch zu. Das tut er mal eher geradlinig und in klassischer Hardrock-Manier, aber auch immer wieder soulig und mit gehörigem 70er-Jahre-Touch. Hin und wieder schimmern auch alte Aero­smith durch den analogen und angenehm organischen Sound. Der hat bei aller Beseeltheit immer noch eine Menge Biss und rockt einfach gut. Sehr schön auch, wenn ein Rock’n’Roller wie ›There She Goes Again‹ mit einem coolen Riff Conni Blooms kurzfristige Mitgliedschaft bei den Glamstern Hanoi Rocks zitiert, im Refrain dann aber die eingeschlagene Richtung wechselt und letztlich groß, melodisch und beinahe monumental aufgeht. Die Electric Boys stammen zwar aus den 80er-Jahren, klingen dank Abwechslungsreichtum und cooler Ideen aber zeitlos und haben zudem ein paar echte Hammer-Har­monien am Start.

8/10

Electric Boys
THE GHOST WARD DIARIES
MIGHTY MUSIC/SOULFOOD

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