Review: Frank Turner – BE MORE KIND

Frank Turner Be More Kind

Moderne Zeiten.

Auf seinem letzten Longplayer, der Ende vergangenen Jahres veröffentlichten SONGBOOK-Retrospektive, kündigte Frank Turner mit großer Geste einen Stilwechsel an, den er nun ansagegemäß vollzieht: 2018 hat der britische Singer/Songwriter seinen bestens bewährten Mix aus knackigem Folk, einer sympathischen Punk-At­ti­tüde und erfrischend sarkastischen Texten um einige Elemente erweitert, die man in dieser Form vielleicht nicht von dem 36-jährigen Musiker er­­wartet hätte. Zur Umsetzung seiner Ideen hat sich Mr. Turner tatkräftige Produzenten-Unterstützung bei Austin Jenkins und Joshua Block (Texans White Denim) und Charlie Hugall (Halsey, Florence And The Machine) geholt, die seinem ehemals reduzier­ten Klangbild ein modernes Sound-Make-Over ir­­gendwo zwischen Rock, Electropop und Indietronic verpasst haben. Klingt auf dem Papier erst einmal seltsam, auf Platte dafür um so besser! Und auch thematisch hat ein frischer Wind Einzug gehalten: Ganz dem Albumtitel entsprechend geht es auf Songs wie dem ›21st Century Survival Blues‹, ›Ma­ke America Great Again‹ oder ›The Lifeboat‹ um die drängenden Probleme unserer Zeit. Fehlende Empathie, gegenseitiges Verständnis und Respekt füreinander – wir erleben Frank Turners ganz persönliche Sozialkundenachhilfe, und zwar ohne er­­hobenen Zeigefinger.

8/10

Frank Turner
BE MORE KIND
XTRA MILE RECORDINGS/UNIVERSAL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here