hardcore

Eine kleine Geschmacksprobe dessen, was im Rahmen der kommenden VR-Revolution auf uns zukommt, gibt Russlands Blockbuster-Dirigent Timur Bekmambetov, der hier als Produzent das Regietalent Ilya Naishuller unter seine Fittiche nimmt. Letzterer hatte bereits die Musikvideos seiner Band Biting Elbows als proof of concept produziert, deren Grundidee „Hardcore“ nun mit vollem Action-, Stunt- und Körpereinsatz ins Film­format gebracht wird: Aus der Sicht von Hauptfigur Henry schlagen, treten und ballern wir uns zur Rettung unserer Freundin durch Heerscharen von Söldnern, Soldaten und anderer Schergen. Eine volle Ladung Action und Adrenalin ist dabei garantiert, schließlich lässt sich Naishuller von störendem Beiwerk wie Cha­rakterentwicklung oder etwas tiefer gehendem Plot nicht irritieren. Dafür liefert sein furioses First-Person-Brett jedoch die perfekte visuelle Blaupause für die Generation aus Gamern, ADHS-Kids und Freunden filmischer Gimmicks. Unterhaltsam ist „Hardcore“ ohne Frage, auch wenn manche Szenen wirken, als hätte man einen 14-Jährigen mit Red Bull vollgepumpt und ihn anschließend seine Coolheits-Insignien aus Blei, Brüsten und Ballern in Drehbuchform bringen lassen.

7/10

Hardcore
Capelight