Review: Kyle Craft – FULL CIRCLE NIGHTMARE

Kyle Craft Full Circle Nightmare

Eine Enzyklopädie des Rock mit eigener Handschrift.

Hier blüht die Kreativität auf wie im Frühling ein Blumenbeet: Honky-Tonk-Piano meets New York Dolls, das Me­­lodienwerk von Tom Petty als glamouröse Achterbahnfahrt und dann haut Kyle Craft von Song zu Song die Asse auf den Tisch wie bei einem Skatturnier: David Bowie, Creedence Clear­water Revival, Aerosmith, Bob Dylan, T-Rex und die Beatles übernehmen hier die Rolle der Pik-Flöte. Aber nie schüchtern, verkrampft oder zu sehr an den großen Vorbildern orientiert. Nein, Kyle horcht tief rein in seine Seele und kramt dabei ein ansprechendes Sammel­surium aus wahnsinnig schönen Songs, offenen Ar­­rangements und hymnenhaften Melodien hervor. An seiner Seite sitzen ebenfalls echte Macher: Chris Funk (The Decemberists) hat dieses Album produziert und Trevor Spencer (Father John Misty) hat es abgemischt. Wenn sich jetzt nicht Bruder Alkohol und Schwester Partydroge zu sehr ins Leben von Kyle herein drängen, kann dieser Rock-Connaisseur wirklich eine ganz große Nummer werden – aber warten wir einfach mal ab.

8/10

Kyle Craft
FULLCIRCLE NIGHTMARES
SUB POP/CARGO

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