Review: Lee Hazlewood – THE COWBOY & THE LADY / FORTY / REQUIEM FOR AN ALMOST LADY

lee hazlewood the cowboy and the lady

Country, orchestraler Pop und Herzschmerz.

Natürlich zog es Lee Hazlewood für THE COWBOY & THE LADY (1969) nach Nashville, zusammen mit einer Handvoll ansässiger Session-Cracks nahm er das Al­­bum dort über ein Wochenende auf. Es gibt or­­dentlich Country-Twang, dazu schmachten und manchmal auch fauchen sich er und Duett­partnerin Ann-Margret gegenseitig an. In eine ganz andere Richtung ging FORTY aus demselben Jahr. Shel Talmy (The Kinks, The Who) wurde von Hazlewood beauftragt, Songs für ihn auszuwählen und zu produzieren, Arrangeur David Whitaker (Serge Gainsbourg) sorgte für orchestralen, barocken Pop in Stücken wie ›What’s More I Don’t Need Her‹ oder ›Bye Babe‹. Der Star selbst wollte sich vollends auf seine Performance konzentrieren. Höhepunkt der Platte: Der elegante, wundervoll herbstliche ›September Song‹. Für REQUIEM FOR AN AL­­MOST LADY (1971) schrieb und produzierte Hazlewood selbst. Es ist sein intimes, schmerzliches Trennungswerk. „This is a group of songs about one lady… her name is not important… she knows who she was“, sagt er in den Liner-Notes zum Konzeptalbum, dessen Stücke alle von pointierten Spoken-Word-Passagen eingeleitet werden. Die Arrangements sind meist auf akustische Gitarre und Bass reduziert. Alle drei Al­­ben kommen in der Neuauflage mit einigen we­­nigen Outtakes beziehungsweise Demos daher.

THE COWBOY & THE LADY: 7/10
FORTY: 8/10
REQUIEM FOR AN ALMOST LADY: 9/10

Lee Hazlewood
THE COWBOY & THE LADY/FORTY/REQUIEM FOR AN ALMOST LADY
LIGHT IN THE ATTIC/CARGO

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