Review: Little Caesar – EIGHT

Little Caesar Eight

Drive und Emotionen – die 90er-Hardrocker aus L.A. können es noch immer.

Es war der Soul in der Stimme von Frontmann Ron Young, der Little Caesar in den 90ern von all den anderen, vom Sleaze-Sound beeinflussten Hardrockern absetzte. Young schaffte es mit seinem nicht nur von Robert Plant, Paul Rodgers, Bon Scott & Co., sondern mindestens ebenso sehr von seiner Bewunderung für Sam Cooke, Otis Redding und Wilson Pickett gespeisten Gesang mehr Emotionen zu vermitteln als die Konkurrenz. Dass es für ihn und seine Band dennoch nie zum großen Durchbruch reichte, ist bis heute eine mittlere Tragödie. Denn der Mann hat es noch immer drauf. Und zwar richtig, wie er mit diesen durchgehend guten bis großartigen neuen Nummern beweist. Vom Party-Rocker ›Mama Tried‹ über die atmosphärische Power­ballade ›Time Enough For That‹ bis zur Southern-Hymne ›Morning‹ sorgt Young beim Hörer für wohlige Gänsehaut. Wer seinen Rock locker, aber druckvoll groovend, irgendwo in der Schnittmenge aus AC/DC, Bad Company und Lynyrd Skynyrd mag und noch dazu ein wenig Biker-Attitüde verknusen kann, ist hier goldrichtig.

7/10

Little Caesar
EIGHT
GOLDEN ROBOT/SOULFOOD

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