Review: Logan Lucky

Nach dem Blick auf die Besetzungs­liste sowie die Skizze der Handlung – eine Gruppe Underdogs plant eine Nascar-Rennstrecke um einige Mil­lionen zu erleichtern – liegt zunächst nahe, dass Regisseur Steven Soder­bergh hier lediglich seine „Ocean’s“-Heist-Reihe im Redneck-Umfeld neu auflegt. Was im Grunde genommen auch stimmt, dem Filmvergnügen je­­doch keinen Abbruch tut, wenn hier Channing Tatum und Adam Driver als simpel gestricktes Brüderpaar eine eingeschworene Gruppe von Komplizen um sich schart, die beim ausgeklügelten Überfall zur Seite stehen. Doch erstaunlicherweise ist es weniger der Raubzug selbst samt seiner Planung und Durchführung, der wie im Sub­genre üblich im Rampenlicht steht, es sind die teils klischeereich, jedoch nicht minder unterhalt­sam ausgearbeiteten Figuren aus der Unter­schicht. Allen voran Daniel Craig als wasserstoffblonder Safeknacker Joe Bang, der zwischen jovialer Bedrohlichkeit und Bad-Boy-Charme jede Szene stiehlt, in der er zu sehen ist. Als Film, der nie vorgibt etwas zu sein, das er nicht ist, ein kurzweiliges Vergnügen.

7/10

Logan Lucky
Studiocanal

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