maybe tomorrowDer Weltenbummler kehrt auf heimisches Terrain zurück.

Nach zwei recht melancholischen Singer/Songwriter-Platten hatte Mike Tramp vor anderthalb Jahren mit seinem Album NOMAD den Weg zurück zu Bandarrangements und Stromgitarren gefunden. Es war offenbar eine Rückkehr von Dauer: „Coming home to the place where you belong“, singt der Däne gleich im ersten Song seiner neuen Platte, während eine satte Orgel für viel Seele sorgt. Eingespielt mit den gleichen Mitstreitern an seiner Seite wie der Vor­gänger, strotzt auch MAYBE TOMORROW vor kraftvollen Rock-Hymnen mit persönlich gefärbten Texten, einem warmen, authentischen Live-Sound und einem ordentlichen Schuss 80er-Nostalgie. Das Ergebnis ist ein abgeklärtes Album, das zwar arm an Überraschungen aber eben doch reich an Wohlklang ist, ein Album, mit dem sich der frühere Frontmann von White Lion und Freak Of Nature dort einsortiert, wo in der Rock-Historie im Schatten von Tom Petty und Bruce Springsteen noch ein Plätzchen frei ist.

6/10

Mike Tramp
MAYBE TOMORROW
TARGET RECORDS/SOULFOOD