Review: Monster Magnet – MINDFUCKER

Monster Magnet Mindfucker

Hell? Yeah!

Nach dem zerebral-psychedelischen und etwas nihilistischen LAST PATROL wollte Mastermind Dave Wyndorf eigentlich mal wieder ein richtiges Partyalbum machen – Rock’n’Roll mit Eiern und nur einer Message: Lasst es krachen! Doch wie so oft im Leben machte ihm die Realität einen Strich durch die Rechnung. US-Präsident Nr. 45 und alles, was damit einhergeht, konnte nicht unkommentiert bleiben. Aber immerhin: Musikalisch hat sich an der Prämisse gar nicht so viel geändert. Monster Magnet rocken hier so ungestüm und geradeheraus wie lange nicht mehr, und auch wenn man aus den begleitenden Worten durchaus Wut, Sorge, ja gar Verzweiflung heraushören kann, fällt es doch überhaupt nicht schwer, zu diesen Songs einfach mal nur die Sau rauszulassen. Insofern also ein sehr gelungener Spagat zwischen Message und Eskapismus, und auch die altgedienten Fans werden nicht enttäuscht. Mit dem abschließenden Doppelpack ›All Day Midnight‹ und ›When The Hammer Comes Down‹ finden sich hier auch zwei Tracks, die klingen wie ein Ausflug in die Weiten des Weltalls. Nach LAST PATROL und dessen noch abgefahrenerer Neu­interpretation MILKING THE STARS hätte man vielleicht eine andere Entwicklung erwartet, doch vorhersehbar war Mr. Wyndorf schließlich noch nie. Und wenn die Welt schon untergeht, können wir genauso gut Spaß dabei haben!

7/10

Monster Magnet
MINDFUCKER
NAPALM/UNIVERSAL

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