Review: Rick Springfield – THE SNAKE KING

Ein mehr als überraschendes Spätwerk.

Dass einer seiner größten Hits ›Celebrate Youth‹ hieß, scheint sich auf Rick Springfield nachhaltig ausgewirkt zu haben. Wer aktuelle Fotos von ihm sieht, würde wohl niemals vermuten, dass der Australo-Amerikaner mittlerweile stramm auf die 70 zugeht. Viel wichtiger ist aber, dass man sein fortgeschrittenes Alter auch seiner Musik keineswegs anhört. Dabei ließ die Ankündigung, er werde auf seinem neuen Album seine bluesige Seite zeigen, eine jener gemütlichen bis nachdenklich-deprimierenden „Rockopa blickt dem Ende entgegen“-Schnarchereien befürchten. Doch weit gefehlt. Blues im klassischen Sinne ist hier sehr wohl zu hören, doch in der beschwingten, schweißtriefenden, unterhaltsamen Variante. Größtenteils aber glänzt Springfield hier mit zwar sehr gut abgehangenem, aber absolut vitalem, drangvollem und wunderbar melodischem Radiorock (was hier nicht als Kritik gemeint ist!), der einmal mehr seine Talente als Songwriter-Veteran unterstreicht, ohne in satte Belanglosigkeit zu verfallen. Ob der Mainstream diesen Mann noch einmal entdecken wird, ist natürlich fraglich. Verdient hätte er es aber ohne jeden Zweifel.

7/10

Rick Springfield
THE SNAKE KING
FRONTIERS/SOULFOOD

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