Review: Simple Minds – WALK BETWEEN WORLDS

Simple Minds Walk Between Worlds

Zurück in die Zukunft.

›Don’t You (Forget About Me)‹, ›Alive And Kicking‹ oder ›Water­front‹ – Hits, mit denen die Simple Minds in den 80er-Jahren kleine Hymnen für die Ewigkeit schufen. Nach diversen Höhen und Tiefen feiert die schottische Kultband um Frontmann Jim Kerr in diesem Jahr ihr 40. Jubiläum – und das mit einem ganz be­­sonderen Werk. Auf WALK BETWEEN WORLDS bewegt sich die Formation ansagegemäß zwischen den Stil-Welten: Während der ersten Hälfte des acht Songs umfassenden Albums blickt man zurück auf seine frühe Post Punk/New Wave-Phase, in der die Simple Minds mit ihrem markanten Sound eine ganze Ära prägten. Andererseits machen Kerr & Co. zum Ende der Platte mit Kopfkino-Stücken einen mutigen Schritt hin zu einer modernisierten, teilweise opulent orchestrierten Art des Poprock, die zwar auf früheren Alben immer wieder kurz durchschimmerte, aber noch nie mit einer solchen Konsequenz umgesetzt wurde. Die Simple Minds sind Welten- und Zeitwanderer auf besonderer Mission, wie sie schon in den ersten zehn Sekunden des Openers ›Magic‹ mit den glasklaren Gitarren von Charlie Burchill demonstrieren. Vergleichbar mit alten Be­­kannten, die man eine Weile nicht mehr gesehen hat, sich aber auf Anhieb wieder miteinander versteht. Selbst, wenn man mit dem verzerrten Funk-Bass von ›Summer‹ ein wenig zu offensichtlich bei den Kol­legen von U2 klaut. Nach ihrem eher kraftlosen ACOUSTIC-Unplugged-Album haben die Schotten zwar mit WALK BETWEEN WORLDS noch nicht ganz zu alter Stärke zurück gefunden, zumindest aber auf den richtigen Weg.

7/10

Simple Minds
WALK BETWEEN WORLDS
BMG/ WARNER

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