stacie collinsAuf den Spuren von Gretchen, Kix & Ronnie, Dwight und Travis.

Stacie Collins sieht Gretchen Wilson nicht nur zum verwechseln ähnlich. In ihrer Stimme steckt dasselbe Timbre, das Wilson Mitte des letzten Jahrzehnts zu einem Country-Superstar werden ließ. Hier enden jedoch die Gemeinsamkeiten. Stacie ist im Gegensatz zu Gretchen bei allen Stücken als Hauptsongwriterin nebst ihrem bassspielenden Produzenten und Mann Al gelistet. Das Ehepaar versetzt den Hörer ab den ersten Takten von ROLL THE DICE in ein Szenario irgendwo zwischen verlassenen Wüstenhighways, zwielichtigen Honky Tonks, heruntergekommen Motels und der alten Freemont Street in Downtown Las Vegas. Dabei läuft stets ein Mixtape, auf dem sich Brooks & Dunn, Dwight Yoakam und Travis Tritt eine Fender Telecaster mit ordentlich Twang reichen. Zurück in der Realität muss man zugeben, dass Stacie das große Kunststück gelingt, ihren sehr an den Country Rock der 80er und 90er angelehnten Sound trotz gewollter Querverweise und dank der zeitlosen Coolness ihres Storytellings nicht in einem „Malen nach Zahlen“- Whiskeyglas absaufen zu lassen. Sie fügt vielmehr dem Genre mit viel Respekt eine weitere Perle hinzu.

7/10