Review: Stephen Malkmus & The Jicks – SPARKLE HARD

Stephen Malkmus The Jicks Sparkle Hard

Das Pavement-Mastermind auf Prog-Rock-Pfaden.

Aus einem neuen Pavement-Al­bum ist trotz der erfolgreichen Reunion-Tournee leider nichts geworden. Also macht der heute 51-Jährige mit seiner Nachfolge­band, den Jicks, weiter. Und legt das inzwischen siebte Studio-Epos im 17. Jahr vor. Das hat es in sich – nicht nur wegen eines Gastauftritts von Kim Deal (Ex-Pixies) oder einer Produktion von Chris Funk (The Decemberists), sondern vor allem wegen elf Stücken, in denen Malkmus ungewöhnlich progressive Töne anschlägt. Denn wenn er nicht gerade verspielte, Brian- Wilson-mäßige Piano-Arrangements mit brachialem Indie-Rock kombiniert (wie in ›Cast Off‹ oder ›Brethren‹ ) bzw. sich an lupenreinem Country (›Refute‹) oder entrücktem Hippie-Rock (›Middle America‹) versucht, dann tendiert der kalifornische Indie-Veteran zu gewagten Stil-Brüchen, rasanten Tem­powechseln, komplexen Songstrukturen und Vor­stößen in groovigen Funk (›Kite‹), sinfonischen Größenwahn (›Difficulties/Let Them Eat Vowels‹) sowie tiefenspannte Westküsten-Klänge (›Solid Silk‹). Das alles garniert er mit skurrilen Texten über Fahrradwege, Flugdrachen oder Klapper­schlangen, einem nerdigen Gesang und dem schon jetzt – mit Abstand – coolsten Albumcover des Jahres. Auf Malkmus ist eben auch weiterhin Verlass.

7/10

Stephen Malkmus & The Jicks
SPARKLE HARD
DOMINO

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