Review: T.G. Copperfield – THE WORRIED MAN

t g copperfield the worried man

Das Konzept? Starke Stücke!

Hört, Hört! Ein Konzeptalbum soll es dieses Mal sein, ein ziemlich Pessimistisches noch dazu. Der Wahlregensburger T.G. Copperfield versammelt auf seinem De­­bütnachfolger zwölf starke Stücke, die die Geschichte eines abtrünnigen Helden in einem totalitären Staat skizzieren. Der Opener ›Evil Eye‹ tönt exakt so, wie man es vom Soundtrack einer derartigen Story erwartet und wütet in Billy-Idol-Manier geradlinig nach vorne. Spekuliert man nun jedoch auf weitere prototypische Rock­nummern, wird man bis auf ›Go To Hell‹ nicht fündig und das ist auch tatsächlich gut so. Viel mehr mischen sich mannigfaltige Nuancen – von Funk und Soul über Country bis hin zu herzerweichendem Blues – in den Grundton und vereinigen sich zu ein­em kurzweiligen Hörerlebnis mit Hitpotenzial. In ›Who Will Stop The Rain‹ schimmert der schmerzlich vermisste Tom Petty durch, bei ›Black Cat Voodoo Spell‹ wird man aufgrund der betörenden Soul-Atmosphäre an Slashs Meisterwerk ›Ain’t Life Grand‹ erinnert, der abschließende Ti­tel­track versprüht dezentes Pink-Floyd-Aro­ma und einmal blitzen sogar kurz die Stone Temple Pilots auf. Trotz jener Einfärbungen tritt THE WORRIED MAN durch die handwerkliche Fines­se von Copperfield (und seiner Electric Band) in Gestalt eines überaus stimmigen Opus mit individuellem Charakter auf.

7/10

T.G. Copperfield
THE WORRIED MAN
TIMEZONE RECORDS

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